Zahnimplantate

Zahnimplantate ersetzen einen oder mehrere fehlende Zähne bzw. ihren Wurzelteil. Sie werden direkt im Kiefer befestigt und dienen als Halt für teilweisen und auch ganzen Zahnersatz. Das Einsetzen der Implantate wird im Rahmen eines ambulanten chirurgischen Eingriffs vorgenommen, der 30-90 Minuten dauert. Nach dem Eingriff ist es notwendig 3-6 Monate die Implantate sozusagen einheilen zu lassen, damit sie fest im Kiefer verankert sind. Erst dann kommt es zum Einsetzen weiterer Teile der Implantate einschließlich des Zahnersatzes – Kronen, Brücken, Vollzahnersatz.



Was Zahnimplantate lösen

Zahnimplantate sind eine hervorragende ästhetische und funktionelle Lösung für die Ersetzung der natürlichen Zähne. Sie können einen oder mehrere fehlende Zähne ersetzen, sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer. Der Vorteil ist, dass für die Befestigung des Zahnersatzes nicht die anderen gesunden Zähne abgeschliffen werden müssen. Überdies können sie auch in dem Fall verwendet werden, wenn im Kiefer gar keine Zähne mehr vorhanden sind. Sie können als Halt für den teilweisen und auch vollständigen Ersatz dienen und bieten so dem Patienten einen viel höheren Komfort und Sicherheit. Zudem erhalten Sie die Möglichkeit des problemlosen Kauens von Nahrung zurück und dadurch, dass die Implantate die Kaustärke auf den Kieferknochen übertragen, wird ihr Schwund verhindert. Beim Verlust eines Zahnes bildet sich der Kieferknochen nämlich nach einer gewissen Zeit mehr oder weniger zurück und atrophiert. Diese Schwächung des Knochens kann einen negativen Einfluss auf den Zustand des Knochens haben und kann gerade bei der Lösung des geeigneten Zahnersatzes problematisch sein.

Für wen sind die Zahnimplantate geeignet

Zahnimplantate werden eingesetzt beim Verlust eines oder mehrerer Zähne besonders bei Erwachsenen ohne jede Altersbegrenzung, aber die Anwendung ist auch bei heranwachsenden zwischen dem 15. und 16. Lebensalter möglich, in einer Zeit, wenn das Wachstum des Kiefers schon fast beendet ist. Über die Indikation entscheidet immer der Arzt, ein Hindernis können verschiedene Erkrankungen sein (starke Diabetes, eine Störung der Blutgerinnungsfähigkeit, eine Tumorerkrankung in der Mundhöhle, Osteoporose, eine Überfunktion der Schilddrüse), aber auch starkes Rauchen, mangelnde Hygiene der Mundhöhle oder Unarten wie das Zähne zusammen beißen und Zähneknirschen. Titanimplantate sind nicht geeignet für Personen, die allergisch sind auf Titan, in solchen Fällen können aber Keramikimplantate verwendet werden – Keramik ruft keinerlei allergischen Reaktionen hervor.

Was geht der Einsetzung von Zahnimplantaten voraus

Jeder Anwendung von Zahnimplantaten geht eine gründliche Untersuchung des gesamten Gebisses, des Zustands des Kiefers und des Zahnfleisches voraus. Der Arzt fertigt auch eine Röntgenaufnahme des Kiefers an und während der individuellen Konsultierung werden Sie die Möglichkeit haben, ausreichende Informationen über die Möglichkeiten für die Ersetzung der fehlenden Zähne zu bekommen. Gemeinsam werden selbstverständlich auch Ihre Vorstellungen und Möglichkeiten besprochen.

Für die Einsetzung der Implantate ist eine entsprechende Größe des Kieferknochens wichtig. Daher ist es in einigen Fällen zunächst notwendig, den Kieferknochen so zu bearbeiten, damit er ausreichenden die Implantate umschließt und ihnen so ausreichend Halt bietet. Dieses Problem wird durch einen chirurgischen Eingriff gelöst, der sog. Augmentation. Es werden verschiedene Verfahren angewendet, einige sind anspruchsvoll und werden gleichzeitig mit der Einsetzung der Implantate durchgeführt, andere erfordern einen gesonderten chirurgischen Eingriff, bei dem der Knochen durch spezielles künstliches Material aufgefüllt wird oder der Kiefer mit Hilfe einer Transplantation von eigenem Knochengewebe verstärkt wird, das z.B. dem Kinn, dem Schienbein oder dem Hüftknochen entnommen wird. Bei diesem Verfahren der Kiefererweiterung muss mit einer relativ langen Verheilungszeit (6-9 Monate) gerechnet werden.

Die Einsetzung der Zahnimplantate

Das Einsetzen der Implantate wird im Rahmen eines ambulanten chirurgischen Eingriffs vorgenommen und das entweder in die Mulde des frisch gezogenen Zahns oder in die Lücke des Zahns, der im Kiefer bereits einige Zeit fehlt.

Das Einfügen eines Implantats dauert 30-90 Minuten. Während des Eingriffs wird das Implantat mit lokaler Anästhesie in den Kieferknochen eingesetzt, anschließend wird die Wunde genäht. Für eine gewisse Zeit muss man die Implantate gewissermaßen einheilen lassen, damit sie fest im Kiefer verankert sind. Im Oberkiefer dauert so eine Einheilung 6 Monate, im Unterkiefer 3-4 Monate.

Erst nach dieser Zeit schreitet man zur weiteren Phase der Einsetzung der Implantate – auf den Wurzelteil wird ein Pfeiler (sog. Abutment) aufgesetzt, der bereits in den Mund herausragt. Während einiger Tage bildet das Zahnfleisch um diesen Pfeiler herum eine Art Manschette, die das Eindringen von Mikroorganismen in die Tiefe der Implantate verhindert. In dieser Zeit wird auch der Zahnersatz für das Implantat angefertigt. Es gibt aber auch andere Vorgehensweisen, bei denen man von der Einheilungszeit zurücktritt und den ganzen Prozess verkürzt.

Wie werden Implantate benutzt

In unserer Klinik verwenden wir Zahnimplantate der Schweizer Firma Straumann. Die Firma bietet Lösungen für das breite Spektrum der dentalen Indikationen von einzelnen fehlenden Zähnen bis zu völlig zahnlosen Kiefern. Das System gehört zu den bewährten, am häufigsten verwendeten Systemen der Welt. In dreißig Jahren seiner Existenz wurden auf der ganzen Welt mehr als vier Millionen Implantate verkauft, wobei sie in mehr als 60 Ländern der Welt vertrieben werden.

Nachbehandlung

Nach dem Einsetzen der Implantate treten nur sehr mäßige Nachoperationsschwierigkeiten auf, die nach dem Abklingen der Anästhesie am intensivsten sind; sie dauern etwa drei Tage und verschwinden allmählich. Die Schmerzen können von einem Anschwellen des Gesichts, von Blutunterlaufungen (Blutergüssen), Wundschmerzen, leichten Blutungen und einer Starrheit der Kaumuskeln begleitet sein, die das Öffnen des Mundes unmöglich macht. Dabei helfen kalte Umschläge und Schmerzmittel. Sollten diese Merkmale länger als sieben Tage andauern, nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt auf.

Von Beginn der Einsetzung der Implantate ist eine perfekte Hygiene der Mundhöhle unerlässlich, nicht nur um der Entstehung von Karies vorzubeugen, sondern auch Zahnfleischentzündungen. Instruktionen erhalten Sie von Ihrem Arzt oder Dentalhygieniker. Bei der Hygiene werden spezielle Zahnbürsten zur Säuberung der Implantate, Zwischenzahnbürsten und Zahnseide verwendet. Die Verwendung von rotierenden Zahnbürsten wird nicht empfohlen, denn sie könnten die Zahnimplantate herausschrauben. Ungeeignet ist auch die Konsumierung harter Lebensmittel – Äpfel, Möhren, Süßigkeiten, Eis, Nüsse...), denn es kann zur einer Beschädigung des Zahnersatzes kommen. Die richtige Pflege zahlt sich insgesamt sicherlich aus, die Implantate werden Ihnen gut und lange dienen – bei der richtigen Pflege ist seine Lebensfähigkeit unbegrenzt.

Nach der Einsetzung der Implantate ist es wichtig die regelmäßigen Zahnarztbesuche nicht zu vernachlässigen und sich zweimal jährlich für eine präventive Kontrolle anzumelden. Der Arzt beurteilt den gesamten Zustand Ihres Gebisses und kontrolliert den Zustand der Implantate u.ä.

Was Sie wissen sollten

Auch wenn sie für den Eingriff schon eine bestimmte Zeit bestellt sind, rechnen Sie damit, dass bei jeder beliebigen Infektionskrankheit, auch bei Erkältung, Virose, Lippenherpes, Aphthen u.ä. Ihnen der Arzt wahrscheinlich empfiehlt, den Eingriff zu verschieben.

Wollen Sie mehr Informationen? Fragen Sie uns!

Zu Ihrer Frage können Sie zwei Fotografien anlegen.

Forum

Zahnimplantate

Die neue Frage einfügen

Vorher & Nachher - Bilder

 - Zahnimplantate

vor der Operation

Vorher/Nachher - Bilder  - Zahnimplantate

nach der Operation

mehr Fotos

Sie können unser Facebook Profil besuchen