Augmentation des Kieferknochens
Die Augmentation (Knochenaufbau) ist ein chirurgischer Eingriff zur Ergänzung und Stärkung des eigenen Kieferknochens, am häufigsten durch künstliches Material oder, bei größeren Defekten, durch die Transplantation eigenen Knochengewebes, das z.B. dem Kinn, dem Schienbein oder dem Hüftknochen entnommen wird. Eine Knochenergänzung wird vorgenommen, wenn die Stärke des Knochens für die Einsetzung und Befestigung von Zahnimplantaten nicht ausreichend ist. Die Gründe für eine Knochenabnahme sind Parodontose, Entzündungen, Unfälle und auch langanhaltender Zahnverlust bzw. eine Nichtbelastung der Knochen im zahnlosen Teil. Der Eingriff wird unter Narkose durchgeführt, eventuell mit Analgosedierung. Es muss mit einer längeren Verheilungszeit (6-9 Monate) gerechnet werden, die für die Regeneration der Knochen unerlässlich ist und für das Nachwachsen neuer Knochenzellen, damit der Knochen Festigkeit und das notwendige Volumen gewinnt.
Was löst die Augmentation des Kieferknoches?
Zur Augmentation des Kieferknoches kommt es in dem Fall, wenn der Kieferknochen für die Befestigung von Implantaten nicht stark genug ist. Eine fortschreitende Abnahme der Knochensubstanz kann z.B. eine Parodontose verursachen, eine durchlaufene Entzündung des Zahnbetts oder auch die Tatsache sein, dass an der Stelle, an der ein Zahn gezogen (Extraktion) wurde, der Knochen nicht weiter auf natürliche Weise belastet wurde, wodurch sich sein Knochen selbst verkleinert hat. Der Knochen wird durch künstliches Material oder durch eine Transplantation eigenen Knochens verstärkt.
Für wen ist die Augmentation des Kieferknochens geeignet?
Die Augmentation des Kieferknochens wird bei Patienten durchgeführt, die die Einsetzung von Zahnimplantaten fordern, aber dies hinsichtlich des Zustandes des Kieferknochens nicht möglich ist. Das Implantat benötigt nämlich für die Befestigung in den Kieferknochen eine ausreichende Stabilität und die wird nur durch eine ausreichende Stärke des Knochens erzielt.
Was geht der Augmentation des Kieferknochens voraus?
Der Augmentation des Kieferknochens geht eine gründliche stomatologische und Voroperationsuntersuchung einschließlich der Anfertigung einer Röntgenaufnahme voraus. Der Arzt begutachtet die Untersuchungsergebnisse und macht den Patienten mit den möglichen Lösungen und dem Verlauf der Behandlung bekannt.
Wie verläuft die Augmentation des Kieferknochens?
Die Augmentation des Kieferknochens verläuft entweder als Eingriff, der verbunden ist mit der Einsetzung von Implantaten oder als eigenständige Behandlung, die der Einsetzung der Implantate vorausgeht. Unmittelbar vor dem Eingriff bereitet der Arzt das Augmentationsmaterial vor. In den meisten Fällen wird künstliches Ersatzknochenmaterial verwendet, dessen Eigenschaften sehr ähnlich der natürlichen Knochensubstanz sind. Im Rahmen der Augmentation setzt der Arzt in die behandelte Partie die benötigte Menge Materials ein und behandelt den Bereich speziell. Das Augmentationsmaterial dient als Basis, der allmählich neue Knochenzellen wachsen, neue Knochensubstanz bilden und so den Knochen verstärken. Der Eingriff ist zeitlich anspruchsvoll, er dauert max. 60 Minuten und verläuft unter Anästhesie, eventuell mit Analgosedierung, so dass er schmerzfrei ist.
Nachbehandlung
Nach dem Eingriff ist es nötig, die Empfehlungen des Arztes einzuhalten. Der Patient sollte damit rechnen, dass die Heilung des Knochens relativ langsam verheilt und eine perfekte Regeneration 6-9 Monate erfordert. Die Länge der Heilungszeit ist individuell, sie hängt von der Größe der behandelten Partie ab, der Menge der aufzufüllenden Teile, aber auch von dem gesamten Gesundheitszustand des Patienten. Für die Zeit der Verheilung wird dem Patienten ein provisorischer Ersatz angefertigt.
Was Sie wissen sollten
Die Augmentation und die Einsetzung der Implantate löst die Probleme des Patienten mit dem betroffenen Teil des Gebisses für lange Zeit – die vorausgesetzte Lebensdauer ist bei den meisten Patienten bis zu 15 Jahre, aber der Zustand des Gebisses und des ergänzten Knochens ist auch abhängig von seiner Pflege und der Dentalhygiene.
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